
Erst nahm ich gedanklich die berühmte Bauhaus Teekanne von Marianne Brandt auseinander, zerlegte sie in ihre Einzelteile, freute mich über das Material und machte was ganz neues daraus, was die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Okay, das Material reichte nicht ganz und so musste ich noch mal das Gewicht der Originalkanne dazugeben.
Wie Marianne Brandt hatte ich mich dabei streng an die Formen Kreis und Kugel. Mit einem Fassungsvermögen von ca. 0,5 Litern hat sie genau das richtige Maß für feine Teemomente im kleinen Rahmen.
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Pfeffer und SalzEin Paar wie Don Quijote und Sancho Panza, das die Funktion sehr ernst nimmt, die Form auch. Eine Pfeffermühle, schief und krumm gewachsen. Keine perfekte Drehbank-Symmetrie, aber im Inneren arbeitet ein Peugeot-Mahlwerk – präzise Technik im bewusst unperfekten Körper. Die Oberfläche trägt Spuren des Prozesses. Runde um Runde aufgebaut, leicht verschoben, lebendig und durch Fingerabdrücke gezeichnet. Der Salzstreuer ist kleiner, zurückhaltender. Eher Begleiter als Solist. Und doch unverzichtbar. |
Bronzezeit
Die Oberfläche ist so lackiert, dass die Vasen beinahe federleicht wirken – fast wie Kunststoff, weich und selbstverständlich. Und doch ist es Bronze. Schwer, beständig, dauerhaft.
Das Spiel zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit ist Teil der Arbeit: Was leicht erscheint, hat Gewicht. Was schlicht wirkt, ist in vielen Schritten gewachsen.


